Graffitimuseum:SkripteunbekannterAutoren(VI)
Montagsbar - 5. März, 21 Uhr
Cumberlandsche Bühne, Schauspielhaus, Prinzenstr. 9, 30159 Hannover
Wörter stehen an den Wänden der Stadt, wild und regellos. Sie bilden ein zusammenhängendes Textnetz, was sich durch die Straßen zieht. Doch wie lässt sich dieses Skript lesen? Im Geiste Kurt Schwitters nähert sich das Graffitimuseum seit drei Jahren den öffentlichen Texten unbekannter Autoren in Hannover und versucht sie zwischen arabesken Bewegungen, dadaistischen Lautgedichten, Orakeltext und Streichmusik auf die Bühne zu bringen. Nach fünf Skripten ziehen wir ein Resümee und stellen erprobte Techniken und erfinderische Lesarten zur Schau.
von Aioya Igrich, Jo Irrläufer, Nalk Ivique mit Hannes Benecke, Maximilian Brauer und Thomas Janitzky
“Musikhaft ist die Verwandlung der Sprache in eine Reihung, deren Elemente anders sich verknüpfen als im Urteil.” Adorno
Ich kann dich noch sehen: ein Echo,
ertastbar mit Fühl-
wörtern, am Abschieds-
grat.
Dein Gesicht scheut leise,
wenn es auf einmal
lampenhaft hell wird
in mir, an der Stelle,
wo man am schmerzlichsten Nie sagt.
| — |
Paul Celan, Die Gedichte. Kommentierte Gesamtausgabe, Frankfurt a. M. 2003, S. 287. (via maraschwahrz) on faciality, zur gesichtsphilosophie, nr. 264 |
| — | - P. Celan (via -jsc-) |
Max Ernst - Who is that very sick man (b/w repro via)
vgl.
André Breton: “to combine the resources of poetry and plasticity and speculate on their power of reciprocal exaltation” quoted in Russel Bowman: Words and Images: A Persistent Paradox. in Art Journal , Vol. 45, No. 4, The Visionary Impulse: An American Tendency (Winter, 1985), pp. 335-343
probleme eines abstrakt-figurativen expressionismus,* Nr. 27: Plastizität versus Poesie
| — | Anne Carson, Eros the Bittersweet (via proustitute) |




