
geschichte und zeit, nr. 77
»Flüchtige Totale«
Photographs by Aljoscha Begrich, Jo Preussler and Lucas Fester.Long time exposures. Entire theater pieces fixed into one single negative. Aim was to create a glance on the theater pieces, that can only made possible with photographic technology. To make details visible, the human eye is usually unable to see.
Faust. Der Tragödie erster Teil, 23.12.2004 · 19:38 – 21:37
Drei Schwestern, 22.04.2004 · 19:34 – 21:41
Emilia Galotti, 09.05.2004 · 19:04 – 20:26
Die Großherzogin von Gerolstein, 05.06.2004 · 19:30 – 20:57 / 21:15 – 22:00
Die Zofen, 13.06.2004 · 19:32 – 20:54
Wolken ziehen vorüber, 17.12.2004 · 19:36 – 21:35All photographs taken at Deutsches Theater Berlin, 2004.
Exhibition at Deutsches Theater Berlin, 2005.
geschichte und zeit, nr. 76
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Otto Mayr: Authority, Liberty & Automatic Machinery in Early Modern Europe (via helge) geschichte und zeit, nr. 75 |
Glück bezeichnet weder den bloßen Zufall, der einigen hold ist, während die anderen vergeblich auf ihn warten, noch ein besonderes Verdienst, sondern ein absichtloses Gelingen, das nur der ihrer selbst inne gewordenen Menschheit zufallen kann. Als Glück der Tüchtigen, das am Ende mühseliger Arbeit warten soll, wird es ebenso zur Lüge wie das zum ökonomischen Prinzip geronnene „Pursuit of Happiness“, welches das blinde Konkurrenzprinzip sanktioniert, bei dem jeder mit dem zufrieden sein soll, das für ihn übrigbleibt. Erst recht bezeichnet Glück keinen gesellschaftlichen Zustand, der als Ergebnis rationalistischer Planung entstehen möge. Vielmehr transzendiert es seinem Gehalt nach alle gesellschaftlichen Bestimmungen. Wohl deshalb west es in der totalen Gesellschaft als emotionstechnokratische Kategorie fort: Für das Glück muss man sich zurichten wie für Arbeit und Beziehung, und dabei hilft die zu ihrer eigenen Karikatur gewordene „Philosophie“ in Gestalt hauptamtlicher Reflexionssimulatoren wie Martin Seel und Wilhelm Schmid. Demgegenüber soll in Anlehnung an Adornos „Minima Moralia“ der Begriff des Glücks als Unabgegoltenes in seinem Verhältnis zur Zeit entfaltet werden. Gerade indem er das Geglückte ganz melancholisch stets als Vergangenes denkt, zielt der Begriff des Glücks negativ auf eine erfüllte Gegenwart, welche die Linearität der Zeit, in der alles entsteht, um zu verschwinden, für immer hinter sich gelassen hätte.
Vortrag von Magnus Klaue am 10. Mai 2012 an der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen der von der HUmmel Antifa organisierten Veranstaltungsreihe “I had fun once, it was awful.” Weitere Informationen unter:
http://www.hummel-antifa.de.vu
https://www.facebook.com/afa.hummel
https://www.facebook.com/IHadFunOnceItWasAwful
geschichte und zeit, nr. 74
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Williams, Evan. Combined and Uneven Apocalypse: Luciferian Marxism (pp. 33-34). . (via what-was-e-schatology) geschichte und zeit, nr. 73 |
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first paragraph of Badiou, Marion and St Paul: Immanent Grace, Adam Miller (via timeimmemorial) geschichte und zeit, nr. 72 |
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William Faulkner: “Die Freistatt”, S.130 (via sammeldeineknochen) geschichte und zeit, nr. 70 |
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Time Immemorial.: Lefebvre: Alienation and Appropriation in Everyday Life, Everyday Life: Theories and Practices from Surrealism to the Present, Michael Sheringham geschichte und zeit, nr. 68 |