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Jedes Paar auf dem Parkett tanzte, was der jeweilige Partner gerade im Sinn hatte: Tango, Twostep, Bossa Nova, Slop. Aber wie lange, fragte sich Oedipa, wie lange konnte das gutgehn? Etwa so lange, bis Zusammenstöße zu einem ernsthaften Hindernis würden? Denn zu Zusammenstößen musste es kommen. Die einzige Rettung wäre irgendeine bisher unbekannte musikalische Ordnung mit viel Rhythmen und in allen Tonarten zugleich, wäre eine Choreografie, in die jedes Paar sich leicht einfügen könnte. Es müßte etwas sein, das sie alle mit einem besonderen Sinnesorgan hören könnten. Sie paßte sich der Führung ihres Partners an, lag ohne eigenen Willen im Arm des jungen Stummen und wartete auf den Beginn der Zusammenstöße. Aber es kamen keine. Eine gute halbe Stunde wurde sie herumgeschenkt, dann machten alle, gelenkt durch eine mysteriöse Art von Übereinstimmung, Pause. Außer ihrem Partner hatte sie keiner berührt.
Jesús Arrabal hätte das ein anarchistisches Wunder genannt. Oedipa, die keinen Namen dafür hatte, war nur demoralisiert. Sie machte einen Knicks und flüchtete.
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- T. Pynchon: Die Versteigerung von No. 49. Rowohlt, 1986.
do the devianztanz, nr. 77








